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Video: Wir sind ATID

31,6 Prozent: ATID gewinnt IKG-Wahl

Mit 1.162 Stimmen oder 31,57 % setzte sich ATID als klar stimmenstärkste Kraft bei der IKG-Wahl durch. Wir möchten uns bei allen Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen bedanken!

Liste Bezeichnung Stimmen absolut Stimmen % Mandate
1 ATID – TEAM OSKAR DEUTSCH 1162 31,57 8
2 SEFARDIM – BUCHARISCHE JUDEN 996 27,06 6
3 CHAJ – JÜDISCHES LEBEN 296 8,04 2
4 VEREIN GEORGISCHER JUDEN 296 8,04 2
5 BUND SOZIALDEMOKRATISCHER JUDEN – AVODA 226 6,14 1
6 KHAL ISRAEL 275 7,47 2
7 KEHILLE – TEAM YAACOV FRENKEL 430 11,68 3
3.681 24

Der Stimmenzuwachs bedeutet auch ein zusätzliches Mandat: Künftig ist ATID mit diesen acht Mandataren im Kultusrat vertreten:

Weitere Infos finden Sie z.B. unter derstandard.at und kurier.at

Am großen ATID-Erfolg sind sehr viele Gemeindemitglieder beteiligt. Einige Teammitglieder sind in diesem Video zu sehen:

Israel

Israel ist die spirituelle Heimat aller Jüdinnen und Juden. ATID steht für einen solidarischen Kurs der IKG gegenüber Israel und seiner Bevölkerung, unabhängig von der israelischen Regierung. Als IKG müssen wir daher auch die Öffentlichkeit aufklären.

Plattformen wie Mena-Watch und Initiativen wie das „Peace Camp“ sollen weiterhin unterstützt werden. Der Kampf gegen israelbezogenen Antisemitismus ist eine besondere Herausforderung, der sich der Präsident sowie die Multimediagruppe widmen soll. Unter ATID-Führung wird die IKG immer eine dezidiert proisraelische Haltung einnehmen, wobei selbstverständlich auch Kritik an der (jeweiligen) Regierungspolitik artikuliert werden kann und wird.

Wichtiger jedoch ist es, Gemeindemitgliedern und der österreichischen Öffentlichkeit Antworten auf BDS und andere antiisraelische Initiativen anzubieten (Broschüren, Social Media, etc.). Auch der Austausch innerhalb unserer Gemeinde soll gefördert werden. Die Gründung von Think Tanks (nicht ausschließlich zu Israel) soll dazu dienen, die unterschiedlichen Perspektiven, die es in der Diaspora gibt, zu diskutieren, zu berücksichtigen und wiedergeben zu können.

Finanzen und IKG Struktur

Die IKG ist kein Selbstbedienungsladen. ATID steht für eine solide Budgetpolitik. Seit 14 Jahren gilt für die IKG-Hoheit eine Schuldenbremse: Die jährlichen Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht übersteigen. Derzeit sind das rund 15,7 Millionen Euro. Haupteinnahmequelle sind die Mieteinnahmen aus den IKG-Immobilien. Daher bekennt sich ATID zum Erhalt der Immobilien ebenso wie zum Erhalt der Infrastruktur der IKG.

Das Aufbauprogramm (Kindergärten, Schulen, Synagogen, ESRA, Maimonides Zentrum, JBBZ, Printmedien, Kulturarbeit, Wiesenthal-Institut, Sanierung des Sefardischen Zentrums und der Räumlichkeiten der Jüdischen Hochschüler etc.) hat rund 300 Millionen Euro gekostet, wovon noch rund 100 Millionen als Bankschulden bestehen.

Der Tilgungsplan muss rigoros eingehalten werden. Daher: Keine neuen Großprojekte, die mit Krediten finanziert werden müssten. Die Wunschliste einiger Vereine kann nicht von der IKG erfüllt werden. Alle müssen Budgetdisziplin wahren! Eine Maßnahme: Wer mehr als 10.000 Euro von der IKG erhält, muss künftig einen Rechenschaftsbericht ablegen.

Wahlalter und Verwaltung

Das IKG-Statut konnte modernisiert werden, offen ist die Wahlaltersenkung. Hier strebt ATID eine österreichweite Mitgliederbefragung an. In der Verwaltung setzen wir uns für eine Prozessevaluierung in jeder Abteilung ein. Ziel: Optimierung der Abläufe und Job Descriptions der Mitarbeiter.

Politik der Öffnung: Kunst, Kultur und Kommunikation

Politik der Öffnung

Die Kultur- und Öffentlichkeitsarbeit ist Basis für Verständnis und Akzeptanz. Unsere „Politik der Öffnung“ ist sowohl eine Öffnung nach außen wie nach innen. Nach außen werden Vorurteile abgebaut und das Judentum als Teil der österreichischen Gesellschaft und Kultur positioniert. Wir wollen auch jüdische Zugänge zu Bildung und Menschlichkeit transportieren, z.B. in Form von Videobotschaften, in denen jeweils mehrere Gemeindemitglieder vorkommen.

Mit der Digitalisierung wird auch der Kampf gegen Antisemitismus intensiviert, die IKG als politische Instanz gestärkt.

Die Öffnung nach innen bringt u.a. mehr Interaktion und Transparenz. Neben den monatlichen Sprechstunden in allen IKG-Einrichtungen planen wir das Projekt „Ask the president“: Im Gemeindezentrum stellt sich der IKG-Präsident (und Kultusräte) halbjährlich den Fragen interessierter Mitglieder. „Ask the president“ kann auch via „Facebook Live“ übertragen werden.

Jüdische Medien

Die etablierten Angebote (Festwochen, Straßenfest, Tag der Offenen Türe, etc.) werden ausgebaut und stets unter Berücksichtigung der vielfältigen Interessen in der IKG geplant. „WINA“ soll in Papierform erhalten bleiben.

Mehr redaktionelle Online-Angebote und dafür geringerer Print-Umfang oder Umsteöllung von monatlicher auf quartalsweise Erscheinung ist anzudenken. Geplant ist auch die Einrichtung eines Fonds zur Förderung junger jüdischer Künstlerinnen und Künstler.

Künstlerfond

Fonds zur Förderung junger, österreichischer, jüdischer Künstle, der das IKG-Budget nicht belastet (Finanzierung über Mäzene und Crowdfunding). Talente sollen zB Materialkosten (zum Teil) erstattet werden. Und: regelmäßige Ausstellungen.

Multimedia-Gruppe

Die Öffentlichkeit wird heutzutage auch über Facebook, Instagram und andere Soziale Netzwerke erreicht. Der Umgang mit ebendiesen birgt Risiken, aber auch Chancen – für die Öffnung der Gemeinde nach außen wie nach innen. Überfällig ist daher eine Social-Media-Strategie für die IKG und alle ihre Institutionen.

Die Frage, welche Kanäle wir wie nutzen, wollen wir im Dialog mit Jugendorganisationen, dem Rabbinat und Vereinen erörtern. Experten sollen das Projekt begleiten. Außerdem planen wir die Gründung einer Multimedia-Gruppe: Gemeindemitglieder produzieren Videos, Fotos und anderen Online-Content. Ein Beispiel ist das Besuchsprogramm, bei dem die Lebensgeschichten älterer Gemeindemitglieder in Filmform verewigt werden sollen (siehe Kapitel „Generationen“).

Bildung

Judentum bedeutet Lernen. Kein Wunder also, dass Bildung in sämtlichen Strömungen des Judentums einen so hohen Stellenwert hat. Das spiegelt sich auch in den Prioritäten der IKG wieder.In unseren Bildungseinrichtungen geht es sowohl um bestmögliche weltliche Bildung als auch um Bildung jüdischer Identität. Die Erfolge der ZPC-Schule, aber auch anderer Einrichtungen, sprechen für sich. Das Ziel ist, Kinder so auszubilden, dass sie später ihre Familien erhalten können.

Das hohe Niveau ist dem Bemühen der Pädagogen und Lehrer, dem ehrenamtlichen Engagement zahlreicher Gemeindemitglieder, der hervorragenden Infrastruktur und dem hohen Sicherheitsstandard zu verdanken.

Bildungspolitik bedeutet aber nicht nur Schule. Wir wollen die Nachfrage nach Krippenplätzen für Ein- bis Dreijährige evaluieren und bei Bedarf neue Plätze schaffen.

Bestehende Angebote, auch religiöse, soll die IKG unterstützen. Das schließt auch außerschulische Angebote wie z.B. Plattformen (z.B. Netzwerke auf Facebook) mit ein. Die Vernetzung mit Maccabi und Hakoah sowie mit den Jugendorganisationen ist eine zusätzliche Aufgabe für die Zukunft.

Jugend und Sport

Die bestehende Jugendorganisationen, einschließlich der Jüdischen HochschülerInnen (JöH) sollen weiterhin von der IKG gefördert werden. Die Jugendkommission (JuKo) ist das gemeinsame Dach.

Für das erfolgreiche Projekt „Likrat“ konnten JuKo und IKG weitere Förderungen durch die Bundesregierung erwirken. Geplant ist die Ausdehnung von „Likrat“ von Schulen auf Universitäten (Gemeindemitglieder werden geschult und besuchen dann Schulklassen in ganz Österreich, wo sie auf Augenhöhe über Judentum und Israel reden und so Vorurteile abbauen oder erst gar nicht entstehen lassen). Die Uni Wien konnte bereits als Partnerin gewonnen werden.

Außerdem sollen junge Gemeindemitglieder stärker in IKG-Tätigkeiten eingebunden werden, etwa in Form einer Multimedia-Gruppe.

Bei den Sportangeboten sind Hakoah und Maccabi federführend. Das Hakoah-Zentrum soll nach Bedarf weiterentwickelt werden. Konkretes bahnt sich für die Fußballsektion des SC Maccabi Wien an: ein eigener Heimplatz, insbesondere für die Nachwuchsarbeit (200 Kinder!).

Wir sind eine Religionsgemeinschaft

Kultus/Religion/Familie. In unserer Gemeinde gibt es religiöse und säkulare Strömungen, Ashkenasen und Sefarden, Atheisten und Agnostiker. Daher gilt in religiösen Angelegenheiten der goldene Wiener Mittelweg, der aus drei Aspekten besteht. Erstens: Jedem Gemeindemitglied steht frei, wie es sein Judentum lebt. Zweitens: Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat oder vor einem anerkannten Beit Din zum Judentum konvertiert. Drittens: Jenen, die aus halachischen Gründen keine Gemeindemitglieder sind, soll ein Angebot gemacht werden können, der den zweiten Aspekt des Wiener Wegs berücksichtigt (Mutter oder Beit Din).

Stadttempel

Der Stadttempel in der Seitenstettengasse ist das religiöse Zentrum der IKG. Ein Dutzend weiterer Synagogen und Betstuben werden von der IKG subventioniert und unterstützt (z.B. durch die Erfüllung der Schutzaufgaben).

Die IKG richtet einen Beit Din, ein Rabbinatsgericht, ein, das transparent und kostengünstig orthodoxe Übertritte ermöglichen kann.

Wer im Stadttempel betet, soll bei regelmäßigen Bürgerparlamenten eingebunden werden. Tempelbesucher sollen Mitsprache bei der Bestellung des (auch weiblichen) Tempelvorstands erhalten!

Judentum erklären

Die Infoangebote des Rabbinats (z.B. Broschüren) sollen erweitert werden: Bei der Entwicklung einer Social-Media-Strategie soll auch das Rabbinat eingebunden werden.

Friedhöfe

Schutz für den Zentralfriedhof (Tor IV) ausbauen, Sanierung jüdischer Friedhöfe in ganz Österreich beschleunigen. Die Kooperation mit Bund, Ländern und Gemeinden trägt erste Früchte.

Unterricht

Mehr als 60 % der schulpflichten IKG-Mitglieder besuchen jüdische Schulen. Ein großer Teil der jüdischen Schüler an nicht jüdischen Schulen besucht den Religionsunterricht der IKG. Dieses Angebot auszudehnen und neue Räumlichkeiten anzubieten, ist eine Mammutaufgabe für die nächsten Jahre.

Mikvaot

Mikvaot, rituelle Tauchbäder sind privat organisiert. Zu wenige Gemeindemitglie­der wissen darüber Bescheid. Die IKG soll die Anbieter vernetzen und koordinieren.

Frauen

Nachdem es keine Männerpolitik gibt, sollte es auch keine Frauenpolitik geben. Schön wär‘s! Denn allein die Tatsache, dass in Österreich Frauen um 20 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen erhalten (im gleichen Job und bei gleicher Qualifikation), ist ein Auftrag an uns alle.

ATID macht keine geschlechterspezifische Politik. Wir leben die Gleichberechtigung. Drei der sieben ATID-Kultusvorsteher sind weiblich. Insgesamt gibt es derzeit nur sechs Frauen im höchsten Gremium der IKG. Das ist ein klarer Auftrag an alle politischen Kräfte, Frauen in die vorderste Reihe zu lassen.

Den Schutz von Frauen, etwa vor häuslicher Gewalt, sehen wir nicht als frauenpolitische sondern als gesellschaftliche Aufgabe.

Familie

Nach Rücksprache mit den Betreibern bestehender Plattformen, z.B. jüdische Familiengruppen auf Facebook, soll deren Angebot einer größeren jüdischen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ebenso sollen Schulen, Jugendorganisationen und Sportvereine in die Entwicklung neuer Familienangebote eingebunden werden.

Wir wollen aber auch neue Projekte initiieren. Ein Konzept nennt sich „Naches-Club“, ein Angebot für den Schabbat, Samstagvormittag, im Stadttempel, das sich speziell an säkulare Eltern mit Babys und Kleinkindern (0–3 Jahre) richtet, die etwas mehr über Religion erfahren wollen: Die Kleinen spielen auf Matten, eine Religionspädagogin spielt mit den Kindern und spricht mit den Eltern über den nächsten Feiertag oder die Parasha. Während ein Elternteil im Naches-Club ist, kann der andere am Gebet teilnehmen. Dieses Modell ließe sich auch unter der Woche verwirklichen und um ein Angebot für 3- bis 6-Jährige ausdehnen.

Die Sommerbroschüre, in der Programme für Kinder im Juli und August aufgelistet sind, soll digitalisiert und auf einer Plattform im Internet ganzjährig zugänglich gemacht werden. Im Rahmen der Social-Media-Strategie soll auch erörtert werden, wie der Informationsaustauch unter Jungfamilien verbessert werden kann.

Das Problem häuslicher Gewalt wollen wir enttabuisieren und ein Konzept zur Ausbildung jüdischer Pflegefamilien verwirklichen.

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